Seit dem 28.1.2010 sind wir offiziell „Schule ohne Rassismus“

Es gibt Momente, da sind wir richtig stolz auf unsere Schule. Als uns am 28.1.2010 von Renate Bonow, der Vertreterin des europaweiten Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die Anerkennungsurkunde als Mitglied dieses Netzwerks überreicht wurde, war so ein Moment. Unsere Schülervertreter Arash Nayebbandi, Büşra Akdaş und Angelo Lopes Duarte nahmen die Urkunde stellvertretend für alle entgegen. Wir haben es als 157. Schule in Nordrhein-Westfalen geschafft, die Aufnahmekriterien zu erfüllen, in Dormagen sind wir damit nach der Hermann-Gmeiner-Schule die zweite Schule. Vorausgegangen waren Aktionen wie unsere Antirassismustage, das Engagement bei der Aktion „Stolpersteine“, die Mitgestaltung der Gedenkfeiern zur Reichpogromnacht und nicht zuletzt eine Beteiligung von über 90 Prozent bei unserer Unterschriftenaktion waren vorausgegangen.

Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann war gekommen, um mit uns zu feiern, Mehmet Güneysun vom Integrationsbüro war dabei, viele Vertreter der Stadt Dormagen, unsere Elternvertreter – und natürlich unsere Paten, die Höhner.

Viele ernste Sachen wurden gesagt in den unterschiedlichen Reden. Vor allem erging an uns alle der Appell, dran zu bleiben am Thema Antirassismus und Antidiskriminierung, weiter genau hinzugucken, wenn jemandem aufgrund seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder seines Glaubens Unrecht geschieht. Und dass es natürlich auch Diskriminierung bedeutet, andere fertig zu machen, weil sie irgendwie anders sind – ob schwul, nicht so klug wie man selbst oder nicht so reich. Alle Redner betonten, dass sie darauf vertrauen, dass uns das auch weiterhin gelingen wird.

In achtzehn Sprachen hatten Frau Fröhlich und Schüler der 6c und der 8c unsere Gäste begrüßt – sogar auf Swahili. Arash erinnerte an den Wert von Freundschaft vor allem in schwierigen Zeiten und sang unplugged das wunderbare „Stand by me“. Dass Rassismus an unserer Schule nichts verloren hat, unterstrichen auch Büşra und Angelo noch einmal nachdrücklich.

Und welches Lied hätte besser gepasst zu diesem Anlass und zu der schönen Stimmung als „Kumm erin! Du bes jän gesinn!“ von und mit Janus Fröhlich, Henning Krautmacher und Peter Werner von den Höhnern. Die Kinder der 6c und Tina van Wickeren werden sicher nie vergessen, dass sie dieses Lied mit unseren Paten am Ende der Feier singen durften. Ganz am Schluss gab’s dann noch Höhner-Autogramme auf die selbst gestalteten „Respekt-T-Shirts“. Bürgermeister Hoffmann hat Recht: Mit diesen engagierten Streitern für Toleranz und Menschlichkeit haben wir „den Vogel abgeschossen“.

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